So bleibst du im Fitnessstudio motiviert
Jede Sportlerin und jeder Sportler kennt das: Irgendwann lässt die Motivation nach. Die Sportkleidung anziehen, der Weg ins Gym, ein hartes Workout – es hat alles einfach seinen Reiz verloren.
Wenn dir die Motivation für Fitness fehlt, bist du nicht allein. Laut einer britischen Umfrage nennt mehr als jede fünfte Person fehlende Motivation als einen der Hauptgründe, warum Trainingseinheiten im Gym ausfallen.
Die gute Nachricht? Es gibt jede Menge Möglichkeiten, deine Fitness-Motivation zurückzuholen. In diesem Guide zeigen wir dir, wie du deine Motivation für das Training zurückgewinnst.
Woran hakt es?
Bevor du daran arbeitest, deine Motivation wiederzubeleben, solltest du dir erstmal überlegen, warum die Begeisterung nachgelassen hat.
Seit wann fühlt sich dein Training nicht mehr richtig an? Hat sich etwas verändert?
Es gibt viele Gründe, warum die Gym-Motivation nachlassen kann, z. B.:
- Langeweile: Du absolvierst bei jedem Training dieselben Workouts.
- Fehlende Fortschritte: Deine Leistung stagniert und du wirst weder fitter, schneller noch stärker.
- Keine klare Struktur: Du wechselst planlos von einem Gerät zum nächsten, ohne ein klares Ziel vor Augen zu haben.
- Du fühlst dich im Gym nicht wohl: Vielleicht liegt es an der Musik, dem grellen Licht oder einfach den komischen Vibes.
- Der Weg dahin ist zu aufwendig: Für den Weg ins Gym brauchst du genauso viel Zeit wie für dein Workout.
Wenn du den konkreten Grund für dein Motivationstief kennst, kannst du gezielt nach einer Lösung suchen.
10 Motivationstipps, die wirklich funktionieren
Hier bei Under Armour sind wir fast alle echte Gym-Fans. Deshalb haben wir unser Team nach Tipps zur Motivation und Training gefragt, die wirklich was bringen.
1. Gewohnheit schlägt Motivation
Klingt vielleicht erstmal widersprüchlich, doch ist es das aber das ist es nicht. Zahlreiche Studien zeigen, dass Gewohnheiten langfristig wichtiger sind als Motivation, wenn es darum geht, Ziele zu erreichen.
Motivation ist gut, da sie dir den Startschuss gibt. Sie kann aber auch nachlassen.
Gewohnheiten dagegen sind viel stärker. Wenn der Gymbesuch einfach zum Teil deiner Routine wird, über den du nicht mehr nachdenken musst, ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass du dranbleibst – selbst an den Tagen, an denen dir die Energie fehlt.
So funktioniert es
Mach dein Training im Fitnessstudio zur Gewohnheit. Studien zeigen, dass sich Routinen erst nach zwei Monaten fest etablieren. Bei manchen geht es schneller, bei anderen dauert es länger. Setz dir das Ziel, in den nächsten zwei Monaten regelmäßig drei Mal pro Woche ins Gym zu gehen. Danach hast du hoffentlich eine Gewohnheit entwickelt, die dich langfristig dranbleiben lässt.
2. Finde deinen inneren Antrieb
Auch wenn Gewohnheiten langfristig wichtiger sind als Motivation, solltest du darüber nachdenken, warum du trainierst. Dein „Warum“ kann dich besonders an den Tagen motivieren, an denen du keine Lust aufs Training hast.
So funktioniert es
Überlege dir, warum dir Fitness wirklich wichtig ist. Die meisten Menschen haben gleich mehrere Beweggründe und diese können sich mit der Zeit oder in verschiedenen Lebenssituationen ändern. Hier ein paar Beispiele:
- Langfristige Gesundheit: Es ist wissenschaftlich belegt, dass regelmäßige sportliche Aktivität die Gesundheit verbessert, das Krankheitsrisiko senkt und die Lebenserwartung erhöhen kann.
- Selbstvertrauen: Du möchtest dir selbst beweisen, dass du deine Ziele übertreffen kannst.
- Mentale Gesundheit: Regelmäßiges Training wirkt sich positiv auf die Psyche aus – egal ob bei Stress, Angst oder depressiven Stimmungen.
- Familie: Du willst deine Kinder (oder Enkel) ohne Probleme hochheben und mit ihnen spielen können, ohne außer Atem zu kommen.
3. Wechsel die Trainingsform ab
Wenn du jedes Mal dieselbe Routine im Gym abspulst, geht die Motivation schnell flöten. Wer Variationen in den Trainingsplan einbaut und neue Trainingsformen ausprobiert, entdeckt vielleicht sogar den Spaß am Workout wieder.
So funktioniert es
Es gibt unzählige Gym-Trainingsroutinen und Fitnessprogramme, die du ausprobieren kannst. Hier ein paar Beispiele:
- Mit Functional Training kannst du
andeine Kraft und Beweglichkeit im Alltag steigern. - Versuch es mit plyometrischem Training. Das sind Übungen, bei denen die Sprungkraft im Fokus steht.
- Oder wie wäre es mit High-Intensity Interval Training (HIIT)?
- Probiere beim Training verschiedene Geräte und Übungen aus.
- Trainiere Eigengewichtsübungen ganz ohne Gewichte.
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4. Trainiere mit anderen zusammen
Gemeinsame Trainingseinheiten sorgen für ein bisschen Wettkampf-Feeling und können dich richtig motivieren. So macht dein Workout Spaß und du hast sofort wieder Lust auf die nächste Gym-Session. Ein Trainingspartner kann darauf achten, dass du jede Übung sauber ausführst, während Gruppenkurse dir Struktur geben und die Energie der anderen dich total mitreißt.
So funktioniert es
Die meisten Gyms bieten viele Kurse an (von HIIT über Zirkeltraining bis hin zu Indoor Cycling). Schau mal, was diese Woche angeboten wird, und melde dich für die Sessions an, die dich begeistern. Und wenn du jemanden hast, der zuverlässig ist und Lust hat, mitzumachen, könnt ihr zusammen loslegen!
5. Finde neue Orte zum Trainieren
Manchmal ist nicht das Training selbst, sondern das Fitnessstudio der Grund für deine fehlende Motivation. Liegt es nicht gleich um die Ecke, kann dich der Weg dorthin schon abschrecken. Vielleicht sind es aber auch einfach die Vibes die in deinem Gym stimmen einfach nicht pasen.
Die Lösung? Woanders trainieren.
So funktioniert es
Fitness geht auch abseits des Studios. Hier ein paar Alternativen:
- Home-Gym: Mit ein paar Basics (Kurzhanteln, einer Kettlebell und eventuell einer Bank, wenn Platz ist) kannst du fast alle Muskelgruppen trainieren, die du sonst im Gym beanspruchen würdest.
- Outdoor-Gyms: Viele Parks bieten mittlerweile auch Outdoor-Geräte wie Klimmzugstangen oder Brust- und Beinpresse.
- Kurse im Freien: Personal Trainer, Military-Bootcamps oder andere Outdoor-Fitnessgruppen bringen dich genauso ins Schwitzen wie ein Gym-Workout.
6. Mach dir einen Trainingsplan
Viele verlieren die Motivation im Gym, weil sie einfach ohne Ziel loslegen. Ohne einen klaren Plan ist es schwer, Fortschritte zu erkennen oder ein richtiges Erfolgsgefühl zu erleben.
So funktioniert es
Setz dir vor deiner nächsten Session konkrete Ziele (z. B. ein bestimmtes Gewicht stemmen, Muskelkraft aufbauen oder eine bestimmte Strecke auf dem Laufband schaffen). Danach erstellst du einen Plan, wie dn
7. Belohne dich selbst für deine Arbeit
Wir wissen, dass du beim Training alles gibst. Und das soll sich auszahlen. Eine Belohnung für deinen Einsatz steigert deine Motivation und spornt dich an, immer weiterzumachen. Mehrere Studien zeigen sogar, dass gezielte Belohnungen Menschen dazu motivieren, häufiger zu trainieren.
So funktioniert es
Entscheidend ist, dass deine Belohnung an ein konkretes Ziel gekoppelt ist. Zum Beispiel:
- Deinen ersten 10-Kilometer-Lauf auf dem Laufband schaffen
- Einen Monat lang drei Trainingseinheiten pro Woche durchziehen
- Schritt für Schritt darauf hinarbeiten, ein bestimmtes Gewicht zu heben
Auch die Belohnung selbst sollte dein Training unterstützen. Gute Ideen sind zum Beispiel:
- Ein gesundes, proteinreiches Essen in deinem Lieblingsrestaurant
- Neue Trainingsschuhe
- Performancewear, die dein Training boostet, ob Oberteile, Hosen oder Trainingsanzüge.
- Eine neue Wasserflasche, Fitnesstasche oder ein neues Schweißband
- Neue Kopfhörer, damit du beim Training deine Lieblingssongs hören kannst
8. Trainiere mit einem Personal Trainer
In den meisten Gyms stehen dir Personal Trainer (PT) zur Seite, die dich gezielt zu deinen persönlichen Fitnesszielen beraten. Wenn dir die Fitness-Motivation fehlt oder du nach einer Pause wieder ins Training einsteigen möchtest, kann dir ein PT einen individuellen Trainingsplan erstellen.
So funktioniert es
Informiere dich am schwarzen Brett deines Gyms oder frag einfach an der Rezeption nach. Außerdem findest du online und auf Social Media selbstständige PTs in deiner Nähe, die auch Outdoor-Trainings anbieten.
9. Mach die Motivation zum Teil deiner Routine
Wie bereits erwähnt, klappt regelmäßiges Training am besten, wenn es zur Gewohnheit wird, insbesondere wenn deine Gym-Sessions zum festen Bestandteil deines Alltags werden.
So funktioniert es
Am besten klappt es, wenn du deine Workouts in deinen Alltag integrierste. So könnte das aussehen:
- Feste Trainingszeiten einplanen: Plane feste Termine für deine Gym-Workouts ein, z. B. Montagabend oder Samstagvormittag. Diese Zeiten sind nur fürs Gym reserviert.
- Fitnesskleidung bereits am Vorabend rauslegen: Wenn dir die Motivation für den Sport fehlt, pack deine Sporttasche am besten schon am Abend davor mit deinen Sportschuhen und deiner Performancewear und stell sie gleich an die Haustür. Steht die Tasche schon gepackt da, ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass du tatsächlich ins Training gehst.
- Workouts an deine Arbeitszeiten/deinen Stundenplan anpassen: Statt extra von zu Hause ins Fitnessstudio zu fahren (Hand aufs Herz, vom Sofa hochzukommen ist echt schwer), nutz die Gelegenheiten aus, die sich sowieso ergeben. Wenn du eh schon unterwegs bist, fällt es dir viel leichter, vor der Arbeit, nach der Vorlesung oder sogar in der Mittagspause eine Trainingssession einzuschieben.
10. Mach den ersten Schritt
Sitzt du zu Hause und denkst, du solltest eigentlich ins Gym, kommst aber von der Couch nicht weg? Fang einfach damit an, dich langsam fertig zu machen.
Zahlreiche psychologische Studien zeigen: Wer den ersten Schritt einer Aufgabe macht (aka „Task Initiation“), der kommt automatisch in Schwung und alles andere läuft fast von allein.
So funktioniert es
Vergiss das Gefühl, jetzt sofort ins Fitnessstudio zu müssen. Das ist einfach zu viel. Mach stattdessen die ersten kleinen Schritte: Leg deine Trainingssocken raus oder pack einfach deine Tasche. Sobald du den ersten Schritt machst, kommt alles andere von allein.
Wie findest du die Motivation fürs Training?
Dass die Motivation zum Sport mal nachlässt, ist ganz normal. Unsere Tipps zur Fitness-Motivation geben dir aber genau den nötigen Schub, um den inneren Schweinehund zu überwinden.
FAQs: Gym-Motivation
Wie motiviere ich mich fürs Training?
Die stärkste Motivation kommt, wenn du deinen inneren Antrieb findest. Sei ehrlich. Warum willst du fit werden? Dieses „Warum“ kann wie ein Leitstern wirken und dich daran erinnern, wofür du es tust. Vergiss aber nicht: Die Motivation kann immer nachlassen. Wenn das Training zur Gewohnheit wird, ist es viel wahrscheinlicher, dass du dranbleibst.
Wie bleibe ich langfristig motiviert im Fitnessstudio?
Damit deine Motivation fürs Gym nicht nachlässt, solltest du dir konkrete Ziele setzen und Schritt für Schritt danach streben. So hast du einen strukturierten Trainingsplan und ein klar definiertes Ergebnis vor Augen. Gleichzeitig empfehlen wir, Abwechslung und neue Herausforderungen in deinen Plan einzubauen. Probiere einfach verschiedene Trainingsarten aus. Dafür sind Kurse besonders gut.
Die Motivation ist weg. Was mache ich nun?
Mach dir keine Vorwürfe, wenn du einmal die Motivation fürs Gym verlierst. Sogar die Profis kennen das. Gönn dir erstmal eine Auszeit. Eine Woche Gym-Pause, zum Beispiel. Die Zeit solltest du jedoch bewusst zum Nachdenken und Planen nutzen. Finde deine wahre Motivation fürs Training. Dann kannst du dir Ziele setzen.
Wie komme ich nach einer Pause wieder ins Training?
Nach einigen Monaten ohne Workout fällt dir der Wiedereinstieg vielleicht schwer. Probier es doch mal mit einem Personal Trainer oder einem Fitnesskurs. Das motiviert, inspiriert und bringt deine Routine wieder in Schwung.
Sind Tage ganz ohne Motivation normal?
Ja, es ist völlig normal, wenn du an manchen Tagen gar keine Lust aufs Gym hast. Und wenn du dich einfach nicht danach fühlst, kannst du den einen oder anderen Tag auch ausfallen lassen. Wenn du jedoch über längere Zeit Probleme mit der Motivation hast, lohnt es sich, deinen Trainingsplan, deine Ziele und deine Gründe fürs Training einmal neu zu betrachten und ein bisschen Abwechslung in deine Routine einzumischen, zum Beispiel mit einer neuen Trainingsart.